Ausflug Ü40 – Aktivtruppe

Rechtzeitig zu Beginn der Sommer-Bergsaison begaben sich neun stramme Männer zum Freitagabend hin ins legendäre „Haus Tirol“ nach Vorderhornbach am Fuße der Lechtaler Alpen, sogleich freundlichst und mit Hochprozentigem empfangen von unseren Winnendern Gastgebern Lissi und Tschünnes. Die gleich am Eingangsbereich stehende Hürde in Form einer herrlich ausgebauten Bar, großzügig mit Kühlgetränken ausgestattet, konnten wir nicht überwinden und sie sollte bis spät in die Nacht der Mittelpunkt unseres Zusammenseins bleiben. Lediglich Rainer´s wunderbarer und wichtiger Wurstsalat konnte zur Stärkung für eine kurze Unterbrechung sorgen. Die DJs Steve & Mäh sorgten mit so manchem Gassenhauer in nicht zu unterschätzender Lautstärke für beste Stimmung bis hin zu Tanzeinlagen alter Schule. Die üppige Verkostung österreichischer Braukunst in Kombination mit dem einen oder anderen Klaren trugen das ihrige zu einem gelösten Abend unter Freunden bei.

Fast alle saßen dann am Samstag zwar müde, aber hochmotiviert und hungrig beim herzhaften Frühstück und tankten Körner für den anstehenden 12-Std. Outdoor-Tag. Auf zwei Rädern und bestem Wetter ging es 25 km das Lechtal entlang nach Holzgau, wo wir uns nach kurzem Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts auf die spektakuläre 110m hohe Hängebrücke begaben. Ein Teilnehmer schaffte es tatsächlich, die 200m über die Brücke zu gehen, ohne dabei einmal den Kopf auch nur im Entferntesten nach unten zu neigen. Das nur eine halbe Stunde weit entfernt liegende Cafe Uta war sodann leicht zu erreichen und entpuppte sich als rustikale, gemütliche Berghütte, herrlich am Roßgumpenbach gelegen und so recht nach dem Geschmack der Aktivtruppe. Insofern fiel es uns leicht, hier eine längere Zeit beim herzhaften Lechtaler Brettl-Marend und dem einen oder anderen Blonden zu verweilen. Rainer übernahm dazu übergangsweise dann auch recht schnell den Zapf. Der parallel stattfindenden Mutprobe „100% Körperfläche unter Wasser am angrenzenden Fließgewässer“ stellte sich nur ein Drittel der Gruppe, die aber dafür alle mit Bravour bestanden. Beim Rückweg nach Holzgau präsentierte sich uns unerwartet ein Naturschauspiel in Form von beeindruckenden Wasserfällen, wildem, rauschendem Bachlauf unter teilweise noch meterdickem Eis. Die Mutigen betrachteten dieses Tosen unter anderem auch von einer filigranen, den Bach überspannenden Seilbrücke aus. Nach einer weiteren Flüssigkeitsstärkung  beim Warten auf Fürst Rainer, was dieser jedoch mit der Befreiung seines mittlerweile etwas  erschwert angebrachten Elektro-Drahtesels bezahlen musste, ging es wieder talabwärts zum leider etwas verspäteten Abendessen in die Kaiserkrone Elmen. Trotz schnellem Tritt erwischte uns der Regen satt und es war bei der Ankunft kein cm² Kleidung mehr trocken. Dank zur Verfügung gestellter Handtücher nahmen wir trotzdem Platz und machten uns über die lecker zubereiteten Speisen her. Mancher stand dabei barfuß, in Badehose und Regenkittel am Salatbuffet. Die restlichen Kilometer im Regen der Dämmerung ließen wir über uns ergehen und lechzten nach einer ausgiebigen heißen Dusche. Nach dieser kamen einige nicht mehr auf die Beine, sondern pflegten ihren Körper in der Horizontalen, die anderen trafen sich noch zum Schlummertrunk und ganz leise an der Bar.

Der Sonntag begann ausgeschlafen und mit einem überragenden Bauernomelett à  la R+R. Dieses gab der Truppe die nötige Kraft für den anschließenden eineinhalbstündigen und schweißtreibenden Aufstieg aus dem Tannheimer Tal auf die Schneetalalm. Dort wurden die Wandersleut´ jedoch belohnt mit Karin´s köstlichem und großzügig bemessenem Kaiserschmarrn, sonstigen Spezialitäten heimischer Küche und einem grandiosen Ausblick über das Tal zum Haldensee. Gesellig bis zum letzten Bier verbrachte man noch wertvolle Zeit auf 1.650 m inmitten der Berge, um anschließend gut gelaunt ins Tal zurückzuschweben. Die Heimfahrt verlief ruhig und überraschend verkehrsarm.

Wir erlebten also zum wiederholten Mal ein rundum gelungenes, aktives Wochenende einer überaus homogenen Truppe mit sehr hohem Spaßfaktor.